Zeltlager 2014

Wenn Käsesahneschnitten Donauwellen fangen

Ministranten zelten auf dem Wagnershof – Teams sind nach Kuchensorten benannt

Sapotnik

Ellwangen-Neunheim sz Die Ameisen im Zwetschgendatsch stören Alexander nicht. Auch die Ohrenzwicker sind ihm egal. Er schläft ja nur im Zwetschgendatsch, sagt er. Denn so heißt das Zelt auf dem Wagnershof, in dem er untergebracht ist. Die Zelte der Ministranten sind in diesem Jahr nach Kuchensorten benannt und lehnen sich an das Motto des Lagers an: „Ein Ministück vom großen Glück“. Mini steht dabei für Ministranten.

Tradition seit 44 Jahren

Zum 45. Mal haben die Ministranten der Ellwanger Gemeinden zusammen auf dem Wagnershof gezeltet. In diesem Jahr haben 175 Ministranten auf dem Hof bei Neunheim campiert. Eine Woche lang haben sich die Messdiener der Ellwanger Gemeinden dort mit dem Thema „Glück“ beschäftigt. Außerdem standen einige Wettbewerbe auf dem Programm.

Keiner der Ministranten war sooft im Zeltlager wie Johanna. Die 15-Jährige kennt alle Gepflogenheiten und Traditionen. „Besonders schön ist immer das Lagerfeuer, das wir jeden Abend machen“, sagt sie. Aber auch die Wettbewerbe seien ein sehr wichtiger Teil des Zeltlagers. Dabei treten die zehn Zelte gegeneinander an.

Johanna gehört zu den Käsesahneschnitten. Sie kennt die Schwächen ihres Teams. „Wir sind nicht so gut in Stratego“, sagt Johanna. Stratego ist ein Fangspiel, bei dem jeder Spieler eine andere Rolle übernimmt. Um zu gewinnen, kommt es auf die richtige Strategie an – und nicht nur auf Glück. In Spielen haben sich die Ministranten über das Thema „Glück“ ausgetauscht. „Wir haben dabei viel über uns gelernt“, sagt Johanna. Für die Ministranten bedeuten Gesundheit, Freunde und Familie „Glück“.

Die Jungen treten beim Fußball gegeneinander an, nicht im Stratego. Der elfjährige Alexander steht mit den Zwetschendatschis kurz vor dem Sieg im Fußball-Finale gegen die Gugelhupfe. Da ist er sich zumindest sicher. Sein Teamkollege Samuel sieht das etwas anders.. „Wir sollten sie nicht unterschätzen“, sagt er. „Aber auch nicht überschätzen.“

Gestern haben die Ministranten ihren letzten Tag im Zeltlager verbracht. Viele werden wiederkommen. Johanna nicht, sie ist zu alt. „Es wird mirfehlen“, sagt sie. „Es gehörte einfach dazu, am letzten Schultag vor den Sommerferien meine Sachen fürs Zeltlager zusammenzupacken.“

 

 

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